Tag 3 – Sonntag, 17. Mai 2026

Als wir um 6 Uhr morgens aus dem Fenster schauen, ist noch völlig unklar, wie sehr uns das Wetter heute verwöhnen wird – blauer Himmel, Sonnenschein und angenehm warme Temperaturen erwarten uns. Die Reise geht weiter, zuerst auf der Autobahn Richtung Zagreb. Zum Glück ist Sonntag: Die Straßen sind fast leer und wir kommen gut voran.

Wir überqueren zuerst die Mur, etwas später die Drau. Immer wieder ein merkwürdiges Gefühl: Man fährt durch ein fremdes Land und stößt auf Flüsse, die man eigentlich schon aus Österreich kennt. Irgendwie vertraut, und doch fern …

Bevor es zu den Plitvicer Seen geht, machen wir noch Halt bei den Rastoke-Wasserfällen. Ein wirklich sehenswerter Ort mit alten Wassermühlen und kleinen Holzbrücken, zwischen denen das Wasser über viele kleine Stufen fließt – fast wie aus einem Bilderbuch.

Dann führt uns die Fahrt zu den Plitvicer Seen und dem gleichnamigen Nationalpark. Die Gegend ist atemberaubend schön – kein Wunder, dass hier schon Karl May-Filme gedreht wurden. Nach dem Grenzübergang nach Bosnien fahren wir ein gutes Stück entlang der „Una“ – ein malerisches Flusstal, umgeben von Wäldern und beeindruckenden Felsen.

Unser Tagesziel, die „Pansion Zlatna nit“, liegt buchstäblich dort, wo Fuchs und Hase sich gute Nacht sagen. Wir haben Glück und schaffen es rechtzeitig, um noch in den Genuss der erstklassigen Küche zu kommen.

Unglaublich, wie viel Wärme die Abendsonne noch mitbringt – nachdem wir gestern gefroren haben und uns nur schwer wieder aufwärmen konnten. Für alle Vogologen (unser eigener Begriff für Vogelkundler und -liebhaber 😉) ist das hier das reinste Paradies: nur Vogelgezwitscher, perfekt zum Beobachten und die Seele baumeln lassen.

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Tag 2 – Samstag, 16. Mai 2026 

Nach einer Nacht mit wenig Schlaf bereiten wir uns auf einen verregneten Tag vor. In der winzig kleinen Kabine kämpfen wir uns mühsam in die neuen Regenoveralls samt Regen-Überschuhen. Glücklicherweise starten wir jedoch nur bei leichtem Nieseln – es ist Samstag und der Verkehr hält sich angenehm in Grenzen. 

Nach knapp zwei Stunden legen wir unsere erste Kaffeepause in Bük (Ungarn) ein. Gegen Mittag erreichen wir das kleine, typisch ungarische Örtchen „Sümeg“, in dem wir hervorragend zu Mittag essen. Anschließend muss die Regenkleidung dann doch noch ihren ersten echten Härtetest bestehen. 

Als wir schließlich in Balatonfenyes am Plattensee (Balaton) im „Landhotel Hubertushof“ unser Zimmer beziehen, hinterlassen wir an der Rezeption erst einmal eine ordentliche „Wasserlache“ – auf gut Vorarlbergerisch 😉. Den restlichen Nachmittag verbringen wir mit Aufwärmen, Sauna und Schlaf nachholen. (Tamara hat mit Letzterem übrigens schon direkt nach dem Mittagessen auf dem Rücksitz des Motorrads begonnen :/). 

Das Abendessen ist fantastisch und wirft bereits die ersten Fragezeichen auf – was, wenn das so weitergeht? 

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Tag 1 – Freitag, 15. Mai 2026

Nach drei Jahren ist es endlich wieder so weit – ein neues Abenteuer beginnt. Und wer hätte gedacht, dass ausgerechnet Tamara vergangenen Sommer in Griechenland plötzlich sagen würde: „Irgendwie fehlt etwas hier – so ohne Motorrad …“ 
Dazwischen liegen zwölf intensive Monate voller Umbrüche, kleiner und großer Wunder, Abschiede und Neuanfänge. Monate, die uns verändert, gefordert und zugleich ungemein bereichert haben. Kein Wunder also, dass wir uns ein wenig müde und gleichzeitig mehr als urlaubsreif fühlen. 
Um 20.30 Uhr machen wir uns schließlich auf den Weg. Von Feldkirch geht es die wenigen Kilometer zum Bahnhof, wo bereits der Autoreisezug auf uns wartet. Während draußen langsam die Lichter vorbeiziehen, lassen wir den Alltag Stück für Stück hinter uns und rollen hinein in ein neues Kapitel unserer gemeinsamen Zeit – voller unbekannter Straßen, besonderer Begegnungen und Geschichten, die nur darauf warten, erlebt zu werden. 

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Tag 29 – Dienstag, 13.6.2023

Beim Frühstück entscheiden wir uns, die weitere Fahrt über das Südtirol fortzusetzen. Es läuft gut und wir freuen uns jetzt auf zu Hause. So beschließen wir, ohne weiter Übernachtung weiterzureisen. Die Strecke über den „Ofenpass“ und dann über den „Flüela-Pass“ ist wunderschön. Ein kleiner Regen mit Hagel geht schnell vorbei und gegen 17.00 Uhr kommen wir zu Hause an.

27 Nächte, 28 Tage, 3300 Kilometer auf dem Motorrad, 2 Fährüberfahrten, … tausende Bilder, Eindrücke, Erlebnisse, Gerüche, Stimmungen, Begegnungen …. All dies lässt sich nicht in Worte fassen. Unsere Fotos und der Bericht sind nur ein kleiner Teil einer wunderbaren, unvergesslichen Reise.

Gemeinsam als Paar diese Reise als Teil unserer Lebensreise machen zu können, gesund und reich beschenkt zurück zu kehren macht uns wortlos, demütig und sehr, sehr dankbar.

Schön, dass DU mit dabei bist!

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Tag 28 – Montag, 12.6.2023

Nachdem es gestern Abend zu spät für einen Sprung in den Pool war, holt das Daniel vor dem Frühstück nach. (Gott-sei-Dank springt er nicht wirklich, denn dazu ist der „Pool“ nicht wirklich ausgelegt.) 😉

Heute Morgen erkennen wir erst richtig, in was für einer traumhaften Gegend wir hier in den „Marken“ gelandet sind. Die Hügel erinnern an die Südost-Steiermark. Wir beschließen, unsere Heimreise durch das Hinterland fortzusetzen und werden mit wunderschönen Ausblicken und Landschaften belohnt. Die Orte „Montebello“ und „San Leo“ behalten wir im Auge für eine andere Reise … alles geht sich für diese nicht mehr aus …

Dann geht es auf die Autobahn (welche laut unserem letzten Gastgeber heute, am Wochenbeginn „tranquillo“ ist … naja … für uns ist „tranquillo“ etwas anderes …

Am Mittag ein Stopp in Ferrara, am Stadtrand haben wir wieder Glück und die Pasta schmeckt hervorragend. Nebenbei buchen wir noch kurz eine Unterkunft für die heutige Nacht und die Fahrt geht nach Soave.

Ach ja, Soave, da war doch was mit Wein!? Wir landen inmitten wunderschöner Weinberge im „Agriturismo Tamellini“ . Mann o Mann … wir haben echt ein Händchen dafür, die schönsten Unterkünfte (nach unseren Maßstäben) zu finden (ohne dafür ein Vermögen zahlen zu müssen). 😊

… nur das mit dem Abendessen ist ein Problem. Die zwei Lokale in der Nähe haben unerwarteterweise geschlossen. Taxis sind schwer zu bekommen. Tamara macht kurzerhand Autostopp – und zack, wir sitzen in einer ungarischen Limousine mit Ledersitzen. Sieben Kilometer später sind wir umgeben von der Stadtmauer der kleinen Stadt Soave. Die Burg direkt darüber soll 2021 zur schönsten Italiens gekürt worden sein (die Besichtigung geht sich heute nicht mehr aus).

Das Abendessen in der „Antica Trattoria da Amedeo“ schmeckt super lecker, der Service sehr freundlich und sogar „aqua per porta via“ wird extra für uns besorgt! (Die werden eine Freude haben, mit Daniel´s Rezession).

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Tag 27 – Sonntag, 11.6.2023

… der Tag auf der Fähre … mittlerweile kennt ihr unsere Liebe zu Fährfahrten … ohne Worte …

Wir sehnen die Ankunft in Ancona herbei und endlich, um 20.30 Uhr (statt der geplanten Ankunft um 14.00 Uhr) befahren wir italienischen Boden! Glücklicherweise haben wir nur noch eine kleine Etappe für diesen Tag eingeplant und wir düsen dem Sonnenuntergang entgegen (ja tatsächlich, von Ancona aus geht es erst in Richtung Westen 😉) um im Hinterland von Pesaro mit dem besten Abendessen (Locanda Montelippo) überhaupt empfangen zu werden! Mamma Mia … Daniel schmilzt dahin …

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Tag 26 – Samstag, 10.6.2023

Mit der Fähre von Paxos nach Igoumenitsa. Was wir für ein Glück haben – heute ist es bewölkt, genau das richtige Wetter, um mit der Motorradbekleidung unterwegs zu sein. (Ehrlich gesagt: Tamara wählt die Variante, zu Fuß mit dem Helm in der Hand zum Hafen zu laufen, um die Zeit in der warmen Kleidung zu verkürzen 😉).

In Igoumenitsa beschließen wir nach einem Kaffee, noch einmal einen Ausflug nach Plataria zu machen. Es ist noch sooo viel Zeit, bis die Fähre nach Ancona ablegt …

In Planetaria verbringen wir noch ein paar wunderbare Stunden am Strand, genießen ein allerletztes Abendessen in Griechenland und haben das Glück, noch einen traumhaften Sonnenuntergang zu genießen. Dann geht es wieder in Richtung Hafen …

… und es wird zäh. Die ohnehin bereits verschobene Abfahrtszeit von 23.15 Uhr auf 1.45 Uhr verschiebt sich nochmals (ohne dementsprechende Info) auf 4.00 Uhr morgens …

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Tag 24 – Donnerstag, 8.6.2023

Mit dem Taxi-Boot machen wir heute einen Ausflug auf die Insel „Antipaxos“. Karibische Strände locken Urlauber aus Paxos, Korfu und dem Festland für einen Tagesausflug. Auf der Insel gibt es nur wenige Touristen-Betten. Und doch: bei all der Schönheit ist sie bestimmt am allerschönsten, wenn alle Boote wieder weg sind. (… und heute sind wir noch absolut in der Vorsaison … aber da sind wir „halt ein bisschen wählerisch ;-))

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Tag 23 – Mittwoch, 7.6.2023

Ein Ausflug mit dem Motorrad auf der Insel mit einem Besuch am Strand „Kipiadi“. Ein paar Boote haben nahe am Ufer angelegt, doch sonst sind wir fast allein. Auch hier ist das Wasser ein Traum und wir genießen die Ruhe. Ein kurzer Zwischenstopp im Supermarkt und dann ein gemütliches Mittagessen auf der Terrasse unserer Appartements – der „Griechische Salat“ mit den frischen Tomaten schmeckt hier in Griechenland einfach am besten!

Zwischendurch immer wieder kleine Arbeits-Einheiten um das Geschäft zu Hause „am Laufen“ zu halten bzw. neue Weichen zu stellen :)) … vo nix kut nix …

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Tag 22 – Dienstag, 6.6.2023

Weiterreise von Loggos nach Gaios im Süden der Insel. Das nette Appartement liegt etwas im Hinterland. Zu Fuß sind es nur 10 – 15 Minuten in das kleine Zentrum am Hafen. Die paar Minuten fühlen sich am Nachmittag wie Hochleistungssport an, – die Wärme hat es in sich und die Höhenmeter genügen unter diesen Bedingungen sogar uns, als „alte Berg-Liebhaber“.

Am Abend sind wir von unserer Urlaubsbekanntschaft, welche wir in Sivota gemach haben, eingeladen. Wir verbringen einen lustigen Abend mit Gerlinde, Peter, Gerti und Sepp aus Niederösterreich in einem ausgezeichneten Fisch-Lokal. Zu später Stunden werden noch alle möglichen Lieder gesungen … wir haben das Gefühl, die Griechen am Nebentisch hatten nicht so viel Freude damit, wie wir. ://

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Tag 19 – Samstag, 3.6.2023

Bei bedecktem Himmel machen wir am Vormittag einem Ausflug mit dem Motorrad und erkunden die Insel. Ui, bei einem kleinen Stopp fährt der Schrecken in unsere Glieder: eine (tote) Schlange auf dem Parkplatz. :// … naja, bis jetzt wurden wir auf dieser Reise recht gut verschont …

Nicht weit entfernt befindet sich der kleine Hafen von Lakka. Ganz in der Nähe ist auf einer Anhöhe ein Leuchtturm, der leider nicht zugänglich ist. Kleine Buchten, üppige Vegetation und eine Ruhe die einen „ankommen lässt“ sind die Worte, welche die Insel beschreiben.

Am Nachmittag verbringen wir gemütliche Stunden am Strand. Abends blitzt und donnert es gewaltig, aber wir bleiben vom Gewitter verschont.

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Tag 18 – Freitag, 2.6.2023

Wir reisen weiter … 25 Minuten mit dem Motorrad nach Igoumenitsa. Von dort mit der Fähre auf die Insel Paxos (1,5 Stunden – das Motorrad kommt natürlich auch mit ;-)). Die 20-minütige Fahrt führt uns zu unserer nächsten Unterkunft. Eine großläufige Gartenanlage, direkt am Meer (wobei wir von unserem Studio aus bestimmt 40 Höhenmeter zurücklegen müssen – dafür ist der Blick aufs Meer grandios), mit superfreundlichem Service und einer feinen Mittagskarte. Idyllisch, ruhig und wunderbar entspannend.

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Tag 16 – Mittwoch, 31.5.2023

Eine Mischung aus Arbeits- und Urlaubstag … doch: so lässt es sich arbeiten :)) Und: so lässt sich Geburtstag feiern!!! Juchuuuuu – ich habe von Tamara eine Insel geschenkt bekommen!!! „Solaris“ soll sie heißen (Tamara behauptet, ich wäre im Bett neben ihr so heiß, dass man mit mir Strom erzeugen könnte, wie mit einer Solaranlage). Sie ist so groß, dass auch ein kleines Häuschen darauf Platz hätte, aber das lassen wir … ich bin schon glücklich, zu ihr hinüber schwimmen zu können. ;-))

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Tag 14 – Montag, 29.5.2023

Jetzt ist vollständige Ruhe eingekehrt – auch die Harley-Fahrer sind abgereist und der Ort scheint vielleicht zu 10 % ausgelastet zu sein. Daniel macht eine kleine Motorradtour nach Parga, ein netter Ort weiter südlich, etwas größer und auch touristischer. Auf dem Weg gibt es ebenfalls wunderschöne Strände. Tamara legt in der Zwischenzeit einen Arbeitstag ein – neue Ideen und Projekte wollen geboren werden … 😉

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